Mundart "Waisch was e moin?" – Rückblick

Wolfgang Müller – "Gnitze-Griffel"-Preisträger

in Kooperation mit dem Römermuseum Remchingen

Zu einer weiteren Veranstaltung in Kooperation mit dem Römermuseum Remchingen fanden sich Mitte November knapp 100 interessierte Mitglieder, Kunden und interessierte Gäste im Veranstaltungsbereich unserer Volksbank-Hauptstelle in Wilferdingen ein. Erfreulich war dabei der erneut sehr gute Zuspruch einer RMR-Veranstaltung in unserer Volksbank, wofür sich Gastreferent Wolgang Müller nebst Ehefrau Rosie verantwortlich zeigten.

Wolfgang Müller, badischer Mundart-Preisträger und SWR4-Gutsele-Autor, wurde 1950 in Pfinztal-Söllingen geboren. Seit er „Ernscht macht mitem Spass an de Fraid“ kann der mehrfache Preisträger renommierter Mundartwettbewerbe nachweisen, dass im Pfinztal ein „ausgezeichnetes“ Deutsch gesprochen wird. Als Gutsele-Autor beim SWR4 gab Wolfgang Müller u.a. einer stattlichen Hörergemeinde regelmäßig „was zum Schlotze“ mit in den Tag, wobei er sein Sortiment von leicht verdaulich bis extra herb variiert.

Wolfgang Müllers Mundart streichelt und nimmt in den Arm ...
Nach der Begrüßung durch den Volksbank-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Wankmüller führte Museumsleiter Jeff Klotz vom Römermuseum Remchingen in den Abend ein. Nach seinen Ausführungen leitete er an den Hauptakteur, an Wolfgang Müller über, welcher bei den zahlreichen Gästen mit seinen unterhaltsamen, humorvollen, aber auch ernsten und nachdenklichen Texten für beste Unterhaltung sorgte. Die interessierten Zuhörer erfreuten sich seiner lebhaften Ausführungen in Pfinzgauer Mundart und wurden auch immer wieder aktiv mit einbezogen. Angereichert wurden seine Ausführungen durch mitgebrachte Requisiten, welche Wolfgang Müller und seine Frau Rosie an den passenden Textstellen integrierten. Im Pfinzgau verwurzelt und in Zungenschlag und Wertekatalog kernbadisch geprägt, brachte Müller das Publikum bei seinem Mundart-Menü zum Schmunzeln und zum Nachsinnen. Alles schmeckte nach wirklichem Leben und die immer mitschwingende badische Standardzwischenfrage „Waisch, was e moin?“ regte an zum aufmerksamen Zuhören, Mitmanchen und Abgleichen mit den eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Wer nicken oder den Kopf schütteln, wer mit empfinden und mit schwätzen vermochte, war zu dieser heiter-besinnlichen Begegnung auf Augen- und Ohrenhöhe richtig. Und falls es bisher Stolpersteine in der Kommunikation zwischen Ureinwohnern und Zugezogenen gegeben haben sollte, galt an diesem Abend das bewährte Volksbank-Motto: „Wir machen den Weg frei“.

In der Pause und im Anschluss konnten die Gäste bei einem Imbiss und guten Gesprächen ihre Gedanken und Eindrücke weiter vertiefen und den gelungenen Abend, selbstverständlich auch in Pfinzgauer Mundart, im Kreise der Volksbankfamilie ausklingen lassen.

"Waisch was e moin?"
So fragt der „Gnitze Griffel“-Preisträger Wolfgang Müller die altgedienten Remchinger Mundart-Versteher, aber auch die besonders willkommenen Hochsprachler mit einem Augenzwinkern und dem stets winkenden Schalk im Nacken. Im Pfinzgau verwurzelt und in Zungenschlag und Wertekatalog kernbadisch geprägt, folgen auf Mundart-Abitur in Durlach und Studium in Heidelberg vier Jahrzehnte intensives und spannendes Berufsleben hautnah an den menschlichen Problemzonen. Nebenher bricht er als mehrfach ausgezeichneter Poet und Rundfunkautor bei jeder Gelegenheit eine Lanze für die Pflege der im Pfinzgau heimischen südfränkischen Umgangssprache: „Do waiß oiner, von was er schwätzt !“.

Datum/Uhrzeit 17.11.16 19:00  - 17.11.16 20:30 Als iCal-Datei herunterladen
Betreff Mundart "Waisch was e moin?"
Adresse Veranstaltungsraum Volksbank Wilferdingen-Keltern eG
Kontakt Anna Maisch
Ausrichter Volksbank Wilferdingen-Keltern in Kooperation mit dem Römermuseum Remchingen
Programm

18:30 Uhr    Einlass

19:00 Uhr    Begrüßung

                  Vorstand, Volksbank Wilferdingen-Keltern
                  Jeff Klotz, Museumsleiter Römermuseum Remchingen

19:15 Uhr    "Waisch was e moin?"

                  Wolfgang Müller, Pfinztal-Söllingen

20:30 Uhr    Ausklang

Anmeldeschluss: 15. November 2016