Bernhard Kindler

Finanzierungsberater

Mit unserer Mitarbeitervorstellung möchten wir der Region ein Gesicht geben. Denn unser Slogan "Partner der Region" bedeutet für uns auch, die Menschen vorzustellen, die sich täglich für die Bank und für Sie einsetzen.

Diesen Monat stellen wir Ihnen Bernhard Kindler vor.  

Bernhard Kindler

Sie sind der dienstälteste Marktmitarbeiter unserer Volksbank. Erinnern Sie sich gerne an Ihre Anfänge bei der damaligen Bank?
Wenn man fast 45 Jahre für ein und denselben Arbeitgeber gearbeitet hat, kann man auch ein bisschen stolz darauf sein. Ich erinnere mich noch gut. Wir waren damals gerademal 21 Mitarbeiter. Es gab noch keine Computer in der Bank. Es wurde noch mit Lochkarten gearbeitet. Im dritten Lehrjahr wurden uns von der Berufsschule, samstags auf freiwilliger Basis, die ersten Computerkurse angeboten. Ich wollte diesen natürlich auch besuchen. Da aber eine Aufgabe der Lehrlinge (heute Auszubildende) der tägliche Gang zur Post war (damals noch im Rathaus) und unser Seniorchef Karl Zachmann jeden Samstag arbeitete musste ich natürlich diesen Dienst auch samstags erledigen und konnte so nicht am Kurs teilnehmen. Im übrigen hat der damalige Personalchef die Meinung vertreten, dass sich die Computer eh nicht durchsetzen. Es war natürlich damals eine ganz andere Zeit ohne Hektik, Stress eben viel entspannter. Der Konkurrenzdruck war bei weitem nicht so groß.

Warum haben Sie sich für den Beruf "Bankkaufmann/frau" entschieden?
Das hat sich zufällig ergeben. Mein Traumberuf war eigentlich Polizeibeamter. Einer der damaligen Vorstände war ein Schulkamerad meines Vaters. Mein Vater hat zu dieser Zeit von seinem Schulkamerad erfahren, dass die Volksbank noch einen Lehrling sucht, das wäre doch was für mich. Ich soll doch mal mit meinem Zeugnis bei ihm vorbeikommen. Damals war der Beruf des Bankers unter den ersten drei angesehensten Berufen. Ich hab das dann gemacht und wurde ohne schriftliche Bewerbung eingestellt. Das wäre heute undenkbar. Inzwischen haben meine beiden Kinder den Beruf als Polizeibeamter angetreten, ohne dass sie von mir wussten, dass es einmal für mich der Wunschberuf war. So schließt sich der Kreis.

Herr Kindler, es gab Zeiten, da hat Ihnen offensichtlich eine Aufgabe nicht gereicht und Sie haben sich "nebenbei" noch um die Geschäftsstelle Mutschelbach gekümmert. Wie erlebten Sie diese "Doppelfunktion"?
Es gab die Fusion mit der Raiffeisenkasse Mutschelbach und da hat mir der Vorstand 1980 die Leitung der Geschäftsstelle übertragen. Die befand sich damals noch im unteren Mutschelbach, wo neben den eigentlichen Bankgeschäften noch ein Warenhandel betrieben wurde. Die Räumlichkeiten waren damals alles andere als optimal. Ein weises Hemd konnte man damals nicht anziehen, es war nach einer kurzen Zeit vom Kohlenstaub gekennzeichnet. Es war natürlich ein Neubau geplant, der aber erst 4 Jahre später verwirklicht wurde. Ich hatte damals noch als Kundenberater in der Geschäftsstelle Wilferdingen gearbeitet und bin dann nach Feierabend nach Mutschelbach und habe dort vor Ort Pionierarbeit geleistet. Von Kontoanlagen für Neugeborene bis zur Baufinanzierung war alles dabei. Das geschah alles beim Kunden zu Hause. Ich bin oft mehrmals die Woche erst nach 22:00 Uhr nach Hause gekommen. Das war natürlich eine große Belastung über 4 Jahre hinweg nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie. Ich habe 1981 meine heutige Frau geheiratet und unsere Tochter ist auch während dieser Doppelbelastung geboren. Nach der Fertigstellung der neuen Filiale in Mutschelbach kam es aber ganz anders. Mir wurde die Leitung unserer größten Geschäftsstelle Wilferdingen übertragen und in Mutschelbach durfte jemand anderes die neuen Räume beziehen. Somit fiel für mich auch die Doppelbelastung weg.

Sie leisten mit Ihrem heutigen Aufgabengebiet, der Finanzierungsberatung, einen bedeutenden Beitrag zur unserem Slogan "Partner der Region". Bringen Menschen ihrem Ziel der eigenen vier Wände Stück für Stück näher. Was sehen Sie als das besondere in Ihrem Job an?
Die Baufinanzierung war schon immer ein Kerngeschäft unserer Bank und nach den Zahlen der vergangenen Jahre sind wir darin in unserem Einzugsgebiet mit Abstand die führende Bank. So war es  immer und ist es auch heute noch ein großes Anliegen von mir den Kunden ihren Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Da ich diese Tätigkeit schon über 40 Jahre ausübe, kommen manchmal Kunden zu mir, deren Väter und Großväter schon bei mir finanziert haben. Banksache ist Vertrauenssache und wenn solche Kunden dann dich als Ansprechpartner suchen, zeigt einem das, dass man in der Vergangenheit einiges richtig gemacht hat.

"WIR SIND NICHT NUR VERANTWORTLICH FÜR DAS WAS WIR TUN, SONDERN AUCH FÜR DAS WAS WIR NICHT TUN", dies ist der Leitspruch, den Sie für sich und Ihre Mitarbeiter mit dem Jahr 2015 verbunden haben. Was meinen Sie konkret damit? Und verraten Sie uns auch schon Ihr Motto für das Jahr 2016?
Dieser Leitspruch passt sowohl für das Arbeitsleben als auch für den privaten Bereich. Man darf nicht nur auf konkrete Anfragen reagieren, sondern sollte selbst die Initiative ergreifen, so eröffnen sich einem weitere Möglichkeiten. Und für den privaten Bereich gibt es viele Beispiele. Wenn z. B. jemand aus irgend einem Grund Hilfe und Unterstützung braucht, so  sollten wir nicht die Augen verschließen, sondern diese auch nach unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten leisten. Den Leitspruch für 2016 verrate ich noch nicht, den gibt es wie immer erst kurz vor Weihnachten, aber ich habe da schon die eine oder andere Idee.

Welche Charaktereigenschaften sind Ihnen im Umgang mit Menschen besonders wichtig?
Offenheit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Toleranz

Nennen Sie etwas, was Sie schon immer mal machen wollten, sich aber nie getraut haben?
Ich habe mir schon viele Wünsche erfüllt. Ich habe vor Jahren den Tauchschein gemacht und gehe gerne den Geheimnissen unter Wasser nach. Ich bin auch schon bei einem Urlaub in den Dolomiten mit dem Gleitschirm unterwegs gewesen, ein unvergessliches Erlebnis. Vielleicht wage ich mich mal an einen Fallschirmsprung.

Als erfolgreichster Tischtennis-Spieler des FC Nöttingen konnten Sie sich jüngst über einen großartigen Erfolg freuen. Welchen Stellenwert hat dieser für Sie?
Sie meinen sicher die Erfolge bei den Senioren der TT-Bezirksmeisterschaften in diesem Jahr. Erfolge sind immer schön und stärken das Selbstbewusstsein und sie zeigen mir, dass ich mit 61 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehöre, aber einen allzu großen Stellenwert haben sie nicht für mich. Ich bin dankbar, dass ich meinen Sport noch ausüben kann. Ich gehe zweimal die Woche laufen, spiele Tischtennis und wenn es die Zeit erlaubt noch 1-2 mal ins Fitnessstudio.

Die Weihnachtszeit steht bevor. Zeit um sich zu besinnen und neue Ziele zu stecken. Welche Ziele und Wünsche haben Sie in naher Zukunft?
Wenn man im Berufsleben auf der Zielgeraden ist hat man keine großen Ziele mehr. Es ist wie beim Marathonlauf, man will nur ankommen. Ich wünsche mir vor allem Gesundheit und vielleicht darf ich mich auch mal über Enkel freuen und kann so etwas mehr Zeit investieren, die bei meinen Kindern durch das Berufsleben doch manchmal begrenzt war.

Was würden Ihre Kinder sagen, wenn sie wüssten, dass diese Fragen in Facebook auf der Volksbank-Fanpage stehen?
geil ;-)